Staatliche Ausbildung zum Tennislehrer

Ein verbindlicher Berufsweg.

Mit staatlich anerkanntem Abschluss.

Ein Beruf. Keine Lizenzstufe.

Die staatliche Ausbildung zum Tennislehrer ist kein Lizenzmodell mit Stufenlogik. Sie ist ein staatlich anerkannter Berufsweg.

Während Lizenzen punktuelle Qualifikationen bestätigen, qualifiziert diese Ausbildung für eine umfassende berufliche Verantwortung im Tennis. Sie folgt einer mehrjährigen Struktur mit verbindlichem Curriculum, klar definierten Kompetenzfeldern und einer staatlich geregelten Prüfungsordnung.

Kompetenz entsteht hier nicht durch Teilnahme, sondern durch nachgewiesene Handlungsfähigkeit in Methodik, Trainingsarchitektur, Entscheidungsqualität und beruflicher Haltung.

Der Tennislehrerberuf ist kein Add-on zur eigenen Spielkarriere und kein Upgrade innerhalb eines Lizenzsystems. Er ist eine eigenständige berufliche Identität.

Diese Ausbildung schafft schafft Professionalität.

„Coach zu werden heißt, den Sport weiterzugeben, den man liebt.“ – VDT Lehrteam

Der Ausbildungsweg

Orientierung & Entscheidung

Seminar 1

Hier beginnt die Ausbildung mit Orientierung und Klärung.

Seminar 1 dient der realistischen Standortbestimmung.

Fachlich. Persönlich. Beruflich.

Es wird geprüft:

  • Passt dieser Beruf zur eigenen Motivation?
  • Reicht die Spielfähigkeit?
  • Ist die Bereitschaft zur Verantwortung vorhanden?

Seminar 1 ist kein Schnupperkurs.

Es ist eine bewusste Entscheidung.


Fundament

Seminare 2 – 4

Hier entsteht das methodische und fachliche Fundament.

Im Mittelpunkt stehen:

  • Spielverständnis und taktische Struktur
  • Trainingsgestaltung und Prozesslogik
  • Bewegungslernen im Kontext des Spiels
  • Wahrnehmung und Entscheidungsfindung
  • strukturierte Trainingsarchitektur

Technik wird nicht isoliert vermittelt, sondern im Zusammenhang mit Spielsituationen entwickelt.

Der Trainer lernt, Training systematisch aufzubauen, nicht nur Übungen zu variieren.


Steuerung

Seminare 5 – 6

Jetzt erweitert sich der Blick.

Der Trainer lernt, Entwicklung über Zeit zu steuern.

Themen sind unter anderem:

  • Wettkampfsteuerung im Einzel und Mannschaftskontext
  • Belastungs- und Entwicklungsplanung
  • Entscheidungsprozesse unter Druck
  • Leistungsdiagnostik
  • systematische Trainingsverläufe

Aus Trainingsplanung wird Entwicklungssteuerung.

Der Trainer denkt nicht mehr in Einheiten, sondern in Prozessen.

Integration & Prüfung

Seminare 7 – 8

Alle Kompetenzfelder werden zusammengeführt.

Hier zeigt sich, ob:

  • Methodik
  • Spielfähigkeit
  • Wahrnehmung
  • Entscheidungsqualität
  • berufliche Haltung

als Einheit wirken.

Die abschließende Prüfung bestätigt die berufliche Handlungsfähigkeit.

Sie umfasst:

  • Zwei Lehrproben im Trainingskontext
  • Überprüfung der eigenen Technik und Spielfähigkeit
  • Bewertung der Zuspielqualität
  • Eine schriftliche Klausur in einem Fachgebiet
  • Drei mündliche Prüfungen

Entscheidend ist nicht reines Wissen, sondern die Fähigkeit, strukturiert und verantwortungsvoll im Trainingsalltag zu handeln.

Mit erfolgreichem Abschluss wird der Titel „staatlich geprüfter Tennislehrer“ verliehen.

Was Absolventen nach zwei Jahren können

• Training systematisch planen

• Leistungsentwicklung steuern

• Nachwuchsarbeit strukturieren

• Entscheidungsprozesse analysieren

• Verantwortung im Vereinskontext übernehmen

„Wer das Spiel versteht, muss Technik nicht erklären.“ – Uli Wittkämper

Voraussetzungen

Die Ausbildung richtet sich an Personen,
die den Beruf langfristig und verantwortungsvoll ausüben wollen.

Erwartet werden:
• solide Spielfähigkeit
• Bereitschaft zur Selbstreflexion
• langfristige Motivation
• zeitliche Verfügbarkeit für alle Ausbildungsphasen

Die Ausbildung ist anspruchsvoll und bewusst so gestaltet.
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Ausbildungsgänge seit 1989 in NRW

Organisation & Rahmen

Ausbildung mit klarer Struktur

Die staatliche Ausbildung zum Tennislehrer ist bewusst als mehrjähriger Entwicklungsprozess konzipiert.

Sie umfasst:

  • 7 Seminare über ca. 2 Jahre  
  • 4 Seminartage pro Modul (Montag–Donnerstag)  
  • Praxis am Vormittag (09:00–13:00 Uhr)
  • Praxis & Theorie am Nachmittag (14:00–18:15 Uhr)  

Zwischen den Seminaren sind verpflichtende Praxisphasen vorgesehen, um das Gelernte strukturiert umzusetzen  .

Staatlich anerkannt

Die Ausbildung erfolgt im Auftrag der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen  .

Die staatliche Abschlussprüfung dauert vier Tage und wird unter Vorsitz der Staatskanzlei durchgeführt  .

Mit Bestehen wird der Titel verliehen: „Staatlich geprüfte Tennislehrerin (VDT/NRW) | Staatlich geprüfter Tennislehrer (VDT/NRW)  

Gruppengröße & Betreuung

Die Ausbildungsgruppen sind bewusst begrenzt.

  • Persönliche Begleitung durch Praxis-, Theorie- und Praktikumslehrteam  
  • Individuelle Rückmeldung in Lehrproben
  • Enge Betreuung während der Praktikumsphasen
  • Kontinuierlicher Leistungsdialog über alle Module hinweg

Die Ausbildung arbeitet nicht anonym, sondern im direkten fachlichen Austausch.

Finanzierung

Kostenübersicht (Stand Ausbildungsbeginn 2026)

LeistungGebühr
Eignungsprüfung110 €
Seminargebühr (VDT-Mitglieder)370 € je Seminar
Seminargebühr (Nichtmitglieder)425 € je Seminar
Prüfungsgebühr430 €

Während der Ausbildung zahlen Teilnehmer:innen einen reduzierten VDT-Mitgliedsbeitrag  .

Die Gebühren sind klar strukturiert und werden jeweils zu Seminarbeginn entrichtet  .

Zeitlicher Gesamtaufwand

Neben den Seminarphasen umfasst die Ausbildung:

  • Vor- und Nachbereitung
  • Praktika in Tennisschulen, Vereinen oder Verbandsstrukturen  
  • Eigenständige Trainingspraxis
  • Prüfungs- und Projektarbeit

Die Ausbildung verlangt Engagement, aber sie ist bewusst berufsbegleitend strukturiert.

Ort

VDT-Ausbildungsstätte im TVN Tennis-Zentrum Essen

Hafenstraße 10

45356 Essen

Ausbildungsgruppen 2026 | 2027

AG 61 – Aufbau 2026

Seminar 5: 23.2.2026 – 26.2.2026
Seminar 6: 13.4.2026 – 16.4.2026
Seminar 7: 21.9.2026 – 24.9.2026
Prüfung: 23.11.2026 – 26.11.2026

Ort: VDT-Ausbildungsstätte im TVN Tennis-Zentrum Essen

AG 62 – Einstieg 2026

Seminar 1: 16.3.2026 – 19.3.2026
Seminar 2: 22.6.2026 – 25.6.2026
Seminar 3: 14.9.2026 – 17.9.2026
Seminar 4: 9.11.2026 – 12.11.2026

Ort: VDT-Ausbildungsstätte im TVN Tennis-Zentrum Essen

Anmeldung bis: 2.3.2026

Das Lehrteam in Seminar 1

Hans Eckner
Experte für Sportpsychologie, Wahrnehmung und Trainerverantwortung


Hans Eckner bringt die psychologische Dimension professioneller Trainerarbeit in die Ausbildung ein.

Als Diplom-Psychologe und Psychotherapeut arbeitet er unter anderem mit der Acceptance- and Commitment-Therapie (ACT) nach Steven C. Hayes. Seine Schwerpunkte liegen im Umgang mit Druck, in emotionaler Selbstregulation und in werteorientierter Handlungsfähigkeit.

Er verbindet sportpsychologische Grundlagen mit moderner Emotionsforschung und zeigt, wie Wahrnehmung, Bewertung und Entscheidung Leistung beeinflussen und welche Verantwortung Trainer in diesem Prozess tragen.
Carsten Lemke
Experte für Trainingspraxis und Trainerrolle


Carsten Lemke steht für die Verbindung von methodischem Anspruch und konkreter Umsetzung im Trainingsalltag.

Er arbeitet mit unterschiedlichen Leistungs- und Altersgruppen und bringt Trainingskonzepte in die praktische Anwendung. Sein Schwerpunkt liegt auf der situativen Steuerung von Trainingsprozessen, der Dosierung von Interventionen und der bewussten Gestaltung der Trainerrolle.

In der Ausbildung macht er sichtbar, was es bedeutet, vom Spieler zum Trainer zu wechseln. Fachlich, methodisch und in der Verantwortung gegenüber langfristiger Entwicklung.
Peter Schuster
Leiter der Ausbildungsstätte und Präsident des VDT


Peter Schuster verantwortet die konzeptionelle und strukturelle Entwicklung der staatlich anerkannten Ausbildung zum Tennislehrer.

Sein Schwerpunkt liegt in der Ausbildungsarchitektur: klare Kompetenzdefinitionen, verbindliche Prüfungsstandards und eine systematische Progression vom Einstieg bis zum Abschluss. Für ihn bedeutet Ausbildung nicht Organisation von Seminaren, sondern Aufbau eines tragfähigen Berufsstandards.

Er steht für institutionelle Verantwortung, Kontinuität und die Weiterentwicklung des Tennislehrerberufs als eigenständigen Beruf im System Tennis.
Uli Wittkämper
Experte für Methodik und Technikentwicklung


Uli Wittkämper steht für ein modernes Verständnis von Technik und Trainingsmethodik.

Er betrachtet Technik nicht als starres Idealbild, sondern als anpassungsfähige Lösung im Spielkontext. Sein Schwerpunkt liegt auf der strukturierten Gestaltung von Trainingsprozessen, der Analyse von Bewegungen unter Druck und der bewussten Progression vom Üben ins Spielen.

In der Ausbildung verbindet er methodische Prinzipien mit klarer Trainingslogik und sorgt dafür, dass Technik, Spiel und Struktur nachvollziehbar zusammengeführt werden.


Unterschiedliche Wege zur Entscheidung

Die staatlich anerkannte Ausbildung ist für alle Teilnehmer identisch aufgebaut. Der Zugang zur Entscheidung kann jedoch unterschiedlich sein. Für bestimmte Zielgruppen hat der VDT ergänzende Projekte entwickelt:

Young Coaches

Ein strukturierter Einstieg für Nachwuchsspieler, die prüfen möchten, ob der Tennislehrerberuf ihr Weg ist.

GamePlan

Ein angepasster Zugang für aktive oder ehemalige Leistungsspieler,
die ihre sportliche Laufbahn mit einer professionellen Trainerperspektive verbinden möchten.

Die Ausbildung beginnt mit einer Entscheidung

Wende dich bei Fragen direkt an uns:

Fon:
+49 (201) 66 00 58
Mail:
info@vdt-tennis.de

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